Eringer Kühe

Im Wallis gibt es eine einzigartige Rinderrasse: die Eringer. Dieses kraftvolle Tier zeichnet sich durch die Besonderheit aus, für die Hierarchie in der Herde zu kämpfen. Diese Kämpfe sind ganz natürlich: Wenn die Kühe im Sommer von den Ställen auf die Alpen kommen, wird die "Königin" der Herde ausgekämpft.

Aus den natürlichen Machtkämpfen wird im Wallis ein regelrechtes Volksfest gemacht und man führt Kühe der verschiedenen Ställe absichtlich zusammen. So entstehen die zahlreichen "Stechfeste". Die Kämpfe der Kühe gehen in der Regel unblutig aus: Die Kühe drücken sich gegenseitig mit der Stirn weg.

Bei den Ringkuhkämpfen wird zwischen Stechfesten und Alpungen unterschieden.

Die Alpstechfeste in unserer Region:

Juni 2012 (wetterabhängig) auf der Moosalp/Törbel

Ende Juni Tschorralp, Ergisch

Die grössten Ringkuhkämpfe in diesem Jahr:

25.03.2012 Leytron

01.04.2012 Raron/Goler

09.04.2012 Raron/Goler

14./15.04.2012 Le Châble

22.04.2012 Mollens

29.04.2012 Evolène

05./06.05.2012 Aproz (Finale)

05.08.2012 Nax

12.08.2012 Ried-Brig

23.09.2012 Raron/Goler

30.09.2012 Martigny, Foire du Valais

Die Regeln der Ringkuhkampfes

Beim Ringkuhkampf werden die Tiere grundsätzlich in fünf Kategorien unterteilt. Dabei werden die Rinder und die Erstmelken entsprechend ihrem Alter, die Kühe entsprechend Gewicht in die jeweiligen Kategorien eingeteilt. Die Rinder kommen in die Kategorie fünf und die Erstmelken in die vierte Kategorie. Neu werden die Kühe aufgrund ihres Gewichts in drei gleichgrosse Kategorien aufgeteilt. Dabei befinden sich die in der ersten Kategorie die schwersten und in der dritte Kategorie die leichtesten Tiere. Die fünfköpfige Jury ist verantwortlich für das Ausscheidungsverfahren gemäss den vorhandenen Richtlinien. In der Regel scheiden Tiere, die drei Kämpfe verloren haben, aus. Verweigert ein Tier den Kampf, gilt dieser auch als verloren. Die sich im Ring befindlichen Rabatteure haben die Aufgabe, gemäss der Anordnung der Jury, Tiere zusammenzuführen. Sie verhindern auch, dass kämpfende Tiere durch Artgenossinnen gestört werden. Bei den Ausscheidungen treten jeweils Gruppen von rund 12 Tieren an. Pro Gruppe qualifizieren sich die vier bis sechs besten Tiere für den Final, je nach Anzahl der Tiere in der jeweiligen Kategorie. Die qualifizierten Tiere treffen sich im Final erneut. Das Ausscheidungsverfahren wird fortgeführt bis 6 Tiere im Ring verbleiben. Die sechs verbleibenden Tiere werden aufgrund ihrer Siege respektive Niederlagen klassiert. Dasjenige Tier, das in seiner Kategorie alle anderen besiegt, gilt als Königin. 

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